Auftakt der TV DN - Tarifverhandlungen 2016 am 6. September

 

 

Hannover. Am 6. September 2016 war die vom DDN-Vorstand beauftragte Verhandlungsgruppe unter der Leitung von Dr. Jens Rannenberg, Vorstand  in der Dachstiftung Diakonie, mit den Vertretern der Gewerkschaft ver.di  im Stephansstift in Hannover  zu einem ersten Austausch über die jeweiligen Positionen in der anstehenden Tarifrunde zusammengetreten. In konstruktiver Atmosphäre erläuterten beide Parteien ihre jeweiligen Erwartungen an einen Abschluss. Beide Seiten wünschen nicht nur Vereinbarungen über angemessene Erhöhungen der Mitarbeitergehälter, sondern auch Änderungen in den Regelungen des Mantelteils des TV DN.

Neben ihrer Ausgangsforderung der linearen Gehaltserhöhung von 6 % für 12 Monate hatte ver.di Veränderungen der Gehaltstabellenstruktur mit einer Erhöhung der Eingangsstufe und der Einführung einer zusätzlichen fünften Gehaltsstufe gefordert, die 5 % über der bisherigen Endstufe liegen soll. Dazu sollen Ausbildungsentgelte erhöht, bzw. für bisher im TV DN nicht berücksichtigte Auszubildendengruppen  eingeführt werden. Die Zusatzentgelte für Nachtarbeit und Bereitschaftsdienst sollen massiv angehoben werden.

Für den DDN erläuterte Dr. Rannenberg den Gewerkschaftsvertretern, dass der DDN prinzipiell zu diesen Forderungen verhandlungsbereit sei.  Diese müssten mit den Primärzielen des DDN vereinbar sein, als da wären  die Angleichung an die Strukturen der Tarifverträge anderer Träger der freien Wohlfahrtspflege unter dem Gesichtspunkt des weiterhin verfolgten Ziels „Tarifvertrag Soziales“ sowie die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität im Rahmen des finanziell Vertretbaren bestehen. Soweit Veränderungen der Gehaltstabellenstruktur und weiterer Regelungen des Mantels des TV DN nicht kostenneutral erfolgen können, müssten sie bei der Vereinbarung der linearen Gehaltserhöhungen gegengerechnet werden. Deshalb könne ein Angebot zur linearen Gehaltserhöhung erst erfolgen, wenn Einigkeit über die weiteren Verhandlungspunkte besteht.

·         Als eigene Vorschläge legte der DDN ein Angebot über eine Gehaltstabelle mit fünf Gehaltsstufen für alle Entgeltgruppen vor, die der ver.di Forderung nach höheren Einstiegsgehältern und einer zusätzlichen, 5 % über dem bisherigen Endwert liegenden  Stufe  entspricht. Die Kostenneutralität des vorgelegten Modells ergibt sich aus der für jede Gehaltsstufe definierten Verweildauer.

·         Zwecks Angleichung an die Strukturen der anderen Branchentarife der freien Wohlfahrtspflege hat der DDN eine Einarbeitung  der bisherigen Aufwendungen für Kinderzulagen in die Gehaltstabellen vorgeschlagen. Hierbei soll für die Kinder der zurzeit Beschäftigten eine Besitzstandszulage gezahlt werden, die allerdings aus der Jahressonderzahlung gegenfinanziert werden muss. 

·         Zur Gewährleistung der Weiterbeschäftigung im Servicebereich wünscht der DDN eine Erleichterung bei der Anwendbarkeit der Anlage VIII (Servicekräfte) im Teil C des TV DN.

·         Als unmittelbare Folge von  Änderungen in Rechtsprechung und Gesetzen muss außerdem über Änderungen der Regelungen zur Altersfreizeit und zum Urlaub gesprochen werden.

Beide Seiten verabschiedeten sich  bis zum nächsten Verhandlungstermin am 4. Oktober unter Zusicherung der Übersendung zusätzlicher Informationen zur Erläuterung der jeweiligen Positionen.

 

 

12.09.2016